Südostasien steht auf der To-do-Liste vieler Urlauber ganz weit oben. Dabei darf das faszinierende Reiseziel Thailand auf keinen Fall außen vor gelassen werden. Dank seiner vielfältigen Landschaft mit dichtem Dschungel, faszinierenden Bergwelten, Bilderbuch-Stränden, paradiesischen Buchten sowie großen und kleinen Inseln, bietet sich Thailand perfekt als Einstiegsland für Reisen nach Südostasien an. Doch nicht nur als Einstiegsland verzaubert Thailand seine Besucher, auch für diejenigen, die schon in anderen asiatischen Ländern unterwegs waren, lohnt sich der Aufenthalt in dem südostasiatischen Land auf alle Fälle! Doch wie ist es möglich in kurzer Zeit so viel Verschiedenes zu erleben? Wir zeigen wie: Mit unseren Top 5 Geheimtipps wird jede Thailand-Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis fernab ausgetretener Touristenpfade. Dürfen wir vorstellen?

Eine unvergessliche Route – Mit dem Roller von Chiang Mai nach Pai

Willkommen im Norden Thailands! Chiang Mai, nach Bangkok die zweitgrößte Stadt Thailands, springt vor allem aufgrund ihrer bedeutenden, prachtvollen Tempel ins Auge. Darüber hinaus besitzt Chiang Mai eine Reihe traditioneller Kunsthandwerksbetriebe, das Tribal Museum und den größten Nachtmarkt Thailands. Aber auch kulinarisch hat Chiang Mai einiges zu bieten: Das typischste Gericht ist Khao Soi. Reisende sollten sich eine Schüssel der leckeren Curry-Nudel-Suppe nicht entgehen lassen.

Von Chiang Mai aus geht es nun weiter in die idyllische kleine Ortschaft Pai. Ein Ort, der Herzen höherschlagen lässt. Während der serpentinenreichen Fahrt auf dem Roller können Reisende bei einer sanften Brise traumhafte Landschaften genießen. Die idyllische Stadt Pai, eingebettet zwischen Bergen, Reisfeldern und heißen Quellen, besitzt zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die historische Memorial Bridge und Bamboo Bridge. Abends darf ein Besuch auf dem bekannten Nightmarket nicht fehlen: Die Walking Street. Jeden Abend öffnen die Stände zwischen 17 und 23 Uhr im Zentrum der Stadt und lassen Schlemmerherzen bei diversem lokalem Streetfood höherschlagen. Die nordthailändische Bratwurst Sai Ua, schneckenförmig gerollt und mit Gewürzen wie Zitronengras und Curry verfeinert, sollten Urlauber sich nicht entgehen lassen!

Kletterfans aufgepasst: Khao Luang, der höchste Berg in Thailands Süden

In der Provinz Nakhon Si Thammarat und im Herzen des Khao Luang Nationalparks liegt der gleichnamige Berg abseits jeglichen Tourismus. Mit seinen stolzen 1.835 Metern Höhe begeistert er mutige Besucher und Kletterfans. Er ist nicht nur der höchste Berg im Süden von Thailand, sondern auch der zweithöchste im ganzen Königreich. Wer sich auf ein bisschen Adrenalin und Herzklopfen freut, der kann den hohen Berg besteigen. Von einem Guide geleitet führt die zwei- bis dreitägige Tour über Waldpfade, vorbei an Wasserfällen durch unberührte Natur zu einem Hochplateau. Von dort aus lassen sich unglaubliche Ausblicke auf das Umland und auf den Sonnenaufgang genießen. Die beste Zeit, um den Berg zu erklimmen ist von Januar bis September. Aufgrund der starken Regenfälle in den restlichen Jahreszeiten ist es dann zu gefährlich, den Khao Luang zu besteigen.

Wer sich auf dem Boden wohler fühlt, kann die zahlreichen Flüsse wie den Tapi, den Pakpoon oder den Pak Phanang, die den Nationalpark durchziehen, besuchen. Am einfachsten zu erreichen und eine der beliebtesten Attraktionen des Nationalparks ist der Karom Wasserfall. Über insgesamt 19 Stufen stürzt sich der Wasserfall in die Tiefe. Von diesen Stufen sind sogar die untersten sieben für Besucher zugänglich. Entlang der Wasserfälle schlängelt sich ein Wanderweg von rund sieben Kilometer Länge, der tolle Ausblicke in die grüne Natur bietet. Neben dem Nationalpark lassen sich in der Region verschiedenartige Landschaften erkunden: traumhafte, ruhige Strände, viel Dschungel, Höhlen, Wasserfälle und eine der ältesten Tempelanlagen des Landes.

Der Berg Khao Luang im Süden Thailands.

Ranong – Ein heißer Tipp zur Rundreise Thailands

Ranong ist die am dünnsten besiedelte Provinz Thailands und befindet sich im Süden. Die Region galt früher als eine der wichtigsten Handelsstädte für Portugiesen und Chinesen, weshalb man heute noch Relikte aus dieser Zeit in der Architektur bewundern kann. Doch bekannt ist Ranong vor allem für seine heißen Quellen, wie zum Beispiel die Raksa Warin Hot Spring am Rande der Hauptstadt. Es mag etwas verrückt klingen, sich in das 65 °C heiße Quellwasser zu begeben, doch trotz der Temperaturen ist es bei Einheimischen sowie bei Besuchern überaus beliebt. Das Wasser, welches direkt aus dem Boden sprudelt, enthält sehr viele wertvolle Mineralien, die die Haut wunderbar weich machen und entspannen. Wer die Temperaturen nicht scheut, sollte sich eine Auszeit in den heißen Quellen nicht entgehen lassen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Region ist das Tian Sue Haus, welches in einem chinesisch-portugiesischen Stil erbaut wurde. Aufgrund der aufgehängten pinkfarbenen Regenschirme ist das Haus nicht zu übersehen. Die Schirme bilden einen außergewöhnlichen und dekorativen Sonnenschutz. In Ranong findet außerdem täglich ein Flohmarkt und ein kleiner Foodmarket statt, auf dem Reisende lokale Spezialitäten probieren können.

Die heißen Quellen in der Provinz Ranong sind ein echter Geheimtipp in Thailand.

Ab in den Süden – Koh Yao Noi, die Insel mit Sonnengarantie

Ein Aufenthalt auf Koh Yao Noi bedeutet Entspannung, Tradition, viel Sonne und angenehme Temperaturen. Mit dem Blick auf die Andaman-See fällt es ganz besonders leicht, die Seele baumeln zu lassen. Genau diese Einfachheit macht die Atmosphäre hier so besonders und idyllisch. Obwohl es sich um eine kleine Insel handelt, hat sie jede Menge zu bieten. Auf einer Bootstour durch den Ao Phang Nga Marine National Park ist es Besuchern möglich, zwei unterschiedliche Höhlen zu erkunden. Doch aufgepasst: Die Höhlen lassen sich nur bei Ebbe sehen! Unglaublich, nicht wahr?

Und das ist nicht das einzige Abenteuer was die kleine Insel mit nur rund 6000 Einwohnern zu bieten hat. Von Koh Yao Noi aus können Besucher die bekannte Phang-Nga Bucht, mit vielen spektakulären Felsformationen, per Longtailboot sehr schnell und einfach erreichen. Bei einer Tour durch die Bucht lassen sich nicht nur erstaunlich schöne Felsen entdecken, sondern auch kleine, einsame Inseln. Auch andere Eilande in der Andaman-See wie Khao Lak oder Koh Phi Phi sind übrigens ideale Reiseziele und lassen sich am besten beim Inselhopping erkunden.

Der James-Bond-Felsen auf der Insel Khao Phing Kan.

Die Nam Lod Cave – Ein abenteuerlicher Geheimtipp auf der Reise durch Thailand

Lust auf ein bisschen Adrenalin und Nervenkitzel? Ein weiterer Geheimtipp, nur 50 Kilometer entfernt von Pai ist die Nam Lod Cave. Wer nicht eigenständig mit dem Roller über eine Stunde auf kurvigen Straßen zur Höhle fahren möchte, der kann einen Transfer vom Hotel aus oder direkt auf der Walking Street in Pai buchen. Und dann heißt es wasserfeste Schuhe anziehen und sich auf das Abseilen vorbereiten. Aufgrund der unglaublichen Größe der Höhle ist es für Touristen üblich, geführte Touren durch das Innere zu unternehmen und dabei die unterschiedlichsten Felsformationen zu entdecken.

Doch das Beste ist noch nicht gesagt: Auf einem kleinen Holzfloß in völliger Dunkelheit auf dem Fluss der Höhle treibend, geht es auf eine spannende Erkundungstour, tief in das Innere der Höhle. Wem das nicht Abenteuer genug ist, der sollte bis zum Sonnenuntergang warten, denn dann beginnt das wahre Spektakel: Rund 15.000 Fledermäuse fliegen zu dieser Tagesstunde aus der Höhle heraus und etwa dieselbe Anzahl wieder hinein. Dieses Phänomen sollten sich Reisende nicht entgehen lassen und macht Besuch der riesigen Lord Cave zu einem ganz besonderen Erlebnis, das Urlaubern immer in Erinnerung bleiben wird.

Autorin: Sara Staehle-Buitrago
Letzte Aktualisierung: 22. Dezember 2021