„Nur was wir kennen, können wir schätzen und schützen“ – das wusste schon der berühmte Tierfilmer Heinz Sielmann und betonte damit die Wichtigkeit, die Kultur- und Naturwunder unserer Erde kennen und achten zu lernen. Und wie ginge das besser als auf Reisen? Das endlos scheinende Okavango-Delta mit seinen weiten Flussläufen, die mystische Inkastadt Machu Picchu in den peruanischen Anden oder die rote Felsenstadt Petra in Jordanien schaffen es spielend auf die Bucket List vieler Reiselustiger. Wer diese besonderen Orte einmal besucht, merkt schnell, dass sie mehr sind als nur beliebte Reiseziele. Sie sind Lebensraum bedrohter Tier- und Pflanzenarten sowie Zeugnis der Kultur- und vieler Milliarden Jahre Erdgeschichte – und damit von unschätzbarem Wert für die gesamte Menschheit. Genau deswegen stehen diese Natur- und Kulturschätze unter besonderem Schutz. Die UNESCO hat es sich zur Aufgabe gemacht, ausgewählte Stätten als Welterbe für kommende Generationen zu bewahren.

Die UNESCO – Was sie ist und was sie macht

Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) ist ein Forum der Vereinten Nationen für die internationale Zusammenarbeit sowie den Austausch von Informationen und Erfahrungen verschiedener Staaten. Das klingt erstmal sehr theoretisch. Doch eine ihrer bekanntesten Aufgaben lässt nicht nur Reiselustige aufhorchen: der Erhalt des Welterbes. Der Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes von 1972 sind bereits 194 Staaten weltweit beigetreten. Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes umfasst aktuell 1.121 Stätten – doch wer entscheidet eigentlich, welche Orte schützenswert sind? Und wie unterstützt die UNESCO die Vertragsstaaten beim Schutz dieser Stätten?

Der Hauptsitz der UNESCO in Paris in Frankreich.

UNESCO-Welterbe – Auswahlkriterien und Effekte

Jedes Land kann jährlich Denkmäler oder Naturstätten nominieren und dem UNESCO-Welterbekomitee vorlegen, das über die Aufnahme neuer Stätten entscheidet. Ausschlaggebend ist vor allem der außergewöhnliche universelle Wert einer Kultur- oder Naturstätte, der anhand verschiedener Kriterien bestimmt wird. Die Stätten sollten beispielsweise ein Meisterwerk der menschlichen Schöpfungskraft, ein einzigartiges Zeugnis einer kulturellen Tradition oder ein außergewöhnliches Beispiel ökologischer oder biologischer Prozesse darstellen.

Mit der Aufnahme einer bedeutsamen Kultur- oder Naturstätte in die Liste verpflichtet sich der Staat dazu, sie zu erhalten und ihren Schutz zu finanzieren. Er genießt aber auch viele Vorteile: Durch den steigenden Bekanntheitsgrad des Ortes erlangt er häufig auch größere Beliebtheit bei Reisenden. So kommt es oftmals zu einem Aufschwung in den Bereichen Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung. Das jeweilige Land kann außerdem vom Netzwerk der UNESCO profitieren: Die UNESCO leistet Beratung für die Vertragsstaaten, vermittelt Experten und vernetzt die Länder untereinander. Wenn einem Staat die finanziellen Mittel zum Schutz der Stätte fehlen, kann die UNESCO ihn außerdem mit Hilfen aus dem Welterbefonds unterstützen.

Auch für die lokale Bevölkerung kann die Erklärung einer Stätte zum Welterbe positive Effekte haben. Die Teilhabe an ihrem Schutz kann für die Menschen vor Ort eine nachhaltige Beschäftigungs- und Einnahmequelle darstellen und die Möglichkeit zu langfristiger wirtschaftlicher Entwicklung bieten. Die UNESCO sieht die Welterbestätten zudem als Ort der interkulturellen Begegnungen, die in einer globalisierten Welt voller kultureller Konflikte zunehmend wichtiger werden. Wer also bei seinem nächsten Urlaub den Besuch einer Welterbestätte plant, wird sich nicht nur weiterbilden und seinen Horizont erweitern, sondern auch ein Verständnis für die Wunder der Erde entwickeln – und hoffentlich zu ihrem Schutz beitragen wollen.

UNESCO-Weltkulturerbe – Unsere Top 5

Wer in den Ruinen von Machu Picchu oder der Felsenstadt Petra nur die steinernen Überbleibsel längst unwichtig gewordener Orte sieht, irrt gewaltig. Denn Kulturgüter wie diese sind ein bedeutender Teil des Erbes der Menschheit. Sie sind Zeugnisse der Geschichte, Sprache und Lebensart verschiedener Völker. Die UNESCO setzt sich daher für den Schutz dieser Kulturgüter ein, um sie auch für zukünftige Generationen zu bewahren.

Machu Picchu in Peru – Mystische Inkastadt in den Anden

Jeder, den Aufstieg nach Machu Picchu wagt, wird sogleich von der Mystik dieses besonderen Ortes gefangen genommen. Um die verlassenen Ruinen in Peru ranken sich zahlreiche Legenden, die von der Tatsache befeuert werden, dass Forscher noch immer nicht um den ursprünglichen Zweck der Stadt wissen. Auf einem Hochplateau in 2.430 Meter Höhe gelegen erstrecken sich hier die Ruinen von über 200 terrassenförmig angelegten Gebäuden, landwirtschaftlichen Nutzflächen und spirituellen Plätzen. Die im 15. Jahrhundert erbaute Stadt gilt als eine der letzten Wirkungsstätten der Inka, die sie an diesem abgelegenen Ort völlig ohne Metallwerkzeuge, Wagen oder Zugtiere erbaut haben. Kein Wunder, dass die Ruinenstadt in den Wolken bereits seit 1983 UNESCO-Welterbe und seit 2007 sogar eines der neuen sieben Weltwunder ist.

Die Ruinenstadt Machu Picchu ist bereits seit 1983 UNESCO-Welterbestätte.

Schloss und Park von Versailles in Frankreich – Prunk und Luxus vor den Toren von Paris

Das üppige Barockschloss Versailles in der Nähe von Paris ist eine der größten Palastanlagen Europas. Anfang des 17. Jahrhunderts ursprünglich als bescheidenes Jagdschloss für König Ludwig XIII. errichtet, wurde es später vom Sonnenkönig Ludwig XIV. ausgebaut und vergrößert. 1677 avancierte Versailles sogar zum offiziellen Sitz der Regierung. Das beeindruckende Gebäude wurde erst zum Ende des 18. Jahrhunderts fertiggestellt und war seitdem Vorbild für viele andere europäische Königshäuser wie das Schloss Schönbrunn in Wien. Das Schloss Versailles wurde 1979 aus gutem Grund in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. Besucher der Schlossanlage können sich gar nicht sattsehen an den vielen prunkvollen Elementen: Der Anblick des kunstvoll verzierten goldenen Tors, des berühmten Spiegelsaals sowie der liebevoll gepflegten Schlossgärten bleibt allen Frankreich-Urlaubern im Gedächtnis.

Angkor in Kambodscha – Alte Königsstadt und mächtige Tempel

Von den drei Welterbestätten in Kambodscha ist die Region Angkor wohl die bekannteste. Bis zum 15. Jahrhundert war sie das Zentrum des historischen Khmer-Reiches und ist noch heute weltberühmt für die Zeugnisse der Baukunst der Khmer. 1992 wurde sie in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen, seit 2000 gilt sie zudem als eines der neuen sieben Weltwunder. Vor allem Angkor-Wat, die größte Tempelanlage der Welt, ist ein Must-See für alle Kambodscha-Reisenden. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 Quadratkilometern wurden bis heute über 1.000 Tempel entdeckt, allesamtvor über 1.000 Jahren ganz ohne moderne Hilfsmittel erbaut. Kein Wunder, dass Angkor Wat sogar als Nationalsymbol auf der Flagge Kambodschas zu sehen ist. Urlauber, die Angkor Wat besuchen, sollten sich mindestens einen Tag Zeit für die Besichtigung der imposanten Anlage nehmen. Auch Angkor Wat hat es übrigens schon auf die große Leinwand geschafft: Im Film „Lara Croft: Tomb Raider“ streift die Hauptfigur unter anderem durch die von Wurzelwerk überwucherten Ruinen des Tempels Ta Prohm.

Petra in Jordanien – Rote Felsenstadt in der Wüste

Direkt aus den massiven Felswänden gehauen und nur durch eine eineinhalb Kilometer lange Schlucht erreichbar türmt sich die rote Stadt Petra vor allen auf, die das Glück haben, dieses Weltwunder mit eigenen Augen zu sehen. Die frühere Hauptstadt des Nabatäerreiches ist heute eines der beliebtesten Ziele in Jordanien. Die strategisch günstige Lage am Kreuzpunkt wichtiger Karawanenwege machte die Stadt bis ins dritte Jahrhundert nach Christus hinein zu einem bedeutenden Handelsplatz. Nach und nach verlor Petra jedoch an Bedeutung und galt über 1.200 Jahre hinweg sogar als verschollen. Erst Anfang 1812 wurde sie wiederentdeckt und im Zuge archäologischer Ausgrabungen Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer der wichtigsten Touristenattraktionen des Landes. Besonders wegen ihrer monumentalen Grabtempel, deren Fassaden direkt aus dem Fels gemeißelt wurden, gilt Petra als einzigartiges Kulturdenkmal, das 1985 entsprechend in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde. Die Stadt diente sogar schon mehrfach als Filmkulisse: Sie war unter anderem in der berühmten Indiana Jones-Filmreihe zu sehen.

Die UNESCO-Welterbestätte Petra in Jordanien.

Historische Hafenstadt Levuka in Fidschi – Geheimtipp unter den Welterbestätten

Als wäre das Land im Südpazifik mit seinen weißen Sandstränden und tropischen Wäldern nicht schon reichlich gesegnet, beheimatet das Inselparadies Fidschi seit 2013 auch noch eine UNESCO-Weltkulturerbestätte. Die malerische Kleinstadt Levuka auf der Insel Ovalau wurde als „herausragendes Beispiel einer pazifischen Hafenstadt aus dem späten 19. Jahrhundert“ in die Welterbe-Liste aufgenommen.1820 gegründet gilt sie als die erste neuzeitliche Stadt Fidschis und hat sich als wichtiger Handelsplatz etabliert. Nicht nur die Stadt selbst mit ihrer kolonialzeitlichen Architektur sowie vielen traditionsreichen Restaurants ist für Urlauber sehenswert. Auch die Umgebung Levukas muss sich nicht verstecken: Ein erloschener Vulkan, eine Landschaft, die zum Wandern einlädt, und eine bunte Unterwasserwelt, die erkundet werden will, machen einen Besuch der kleinen Insel Ovalau unvergesslich.

UNESCO-Weltnaturerbe – Unsere Top 5

Ob an Land oder unter Wasser – unser blauer Planet steckt voller außergewöhnlich schöner und bedeutender Naturwunder. Sie dokumentieren die geologische und landschaftliche Entwicklung der Erde oder beherbergen große biologische Artenvielfalt. Die UNESCO sieht es als ihre Pflicht, die natürliche Schönheit dieser Gebiete zu schützen und damit das Leben auf der Erde im Gleichgewicht zu halten.

Halong-Bucht in Vietnam – Die „Bucht des untertauchenden Drachen“

Die Halong Bucht im Norden Vietnams ist ein absolutes Highlight bei einer Vietnam-Reise und seit 1994 UNESCO-Welterbe. Vinh Ha Long – das bedeutet auf Deutsch „Bucht des untertauchenden Drachen“. Den Namen verdankt die Bucht einer alten Legende, der zufolge ein Drache mit seinem Schwanz tiefe Furchen in das Land zog, die daraufhin vom Wasser überschwemmt wurden und die heutige Bucht formten. Anschließend sei der Drache im Meer untergetaucht und verschwunden. So spannend diese Geschichte ist, so beeindruckend präsentiert sich auch das überwiegend aus unbewohnten Inseln und Kalksteinplateaus bestehende Gebiet selbst. Ein besonderes Highlight für Urlauber ist ein Besuch der schwimmenden Dörfer der Bucht. Hier leben, wohnen und arbeiten die Einheimischen – mitten auf dem Wasser!

Iguazú-Wasserfälle in Argentinien/Brasilien – Tosende Wasser im Regenwald

Riesige Wassermassen stürzen sich sprudelnd über grüne Hänge in die Tiefe, ein feiner Nebel liegt in der Luft und wer Glück hat, kann sogar einen Regenbogen erspähen – willkommen bei den Iguazú-Wasserfällen! Mit einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern und einer Höhe von bis zu 82 Metern ist der Wasserfall im Grenzgebiet von Argentinien und Brasilien einer der größten der Welt. Besucher können hier 20 größere sowie 255 kleinere Wasserfälle bestaunen. Bei diesem Anblick kann jeder verstehen, warum die Wasserfälle 1986 in die UNESCO-Welterbe-Liste aufgenommen wurden und seit 2011 als eines der sieben Weltwunder der Natur gelten.

Die Iguazú-Wasserfälle im Grenzgebiet von Argentinien und Brasilien gehören auch zu den UNESCO-Welterbestätten.

Okavango-Delta in Botswana – Unvergleichlicher Artenreichtum

Das Okavango-Delta im Nordwesten Botswanas ist mit über 20.000 Quadratkilometer Größe eines der ausgedehntesten und artenreichsten Feuchtgebiete Afrikas. Es gilt als eines der wenigen großen Binnendelta-Systeme, die nicht im Meer münden. Aus diesem Grund hat die UNESCO das spektakuläre Gebiet voller Sümpfe und Wasserläufe 2014 zum Weltnaturerbe erklärt. Für jeden, der wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten möchte, empfiehlt sich ein Urlaub im grünen Reiseziel Botswana. Schließlich ist das Okavango-Delta die Heimat vieler bedrohter Arten wie Geparden, Löwen oder Breit- und Spitzmaulnashörnern.

Liparische Inseln in Italien – Vulkaninseln vor der Küste Siziliens

Sie gelten noch als Geheimtipp für einen Italien-Urlaub: die Liparischen Inseln. Zu der Inselgruppe gehören sieben bewohnte Inseln, die allesamt vulkanischen Ursprungs sind. Das ist auch der Grund, warum sie 2000 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurden. Denn die wilden Eilande eignen sich perfekt als Forschungsobjekt: Die vulkanische Landschaft hat der Wissenschaft viele Informationen über Geologie und Vulkanologie geliefert und eine wichtige Rolle bei der Ausbildung von Geowissenschaftlern gespielt. Auch Urlauber werden die facettenreiche Landschaft der Inselgruppe kennen und lieben lernen. Neben dem Besuch der beiden aktiven Vulkane Stromboli und Vulcano können sie entlang der grünen Weinberge Salinas wandern oder durch die Gassen in Liparis Altstadt schlendern.

Great Barrier Reef in Australien – Weltwunder unter Wasser

Nicht nur an Land finden sich schützenswerte Landschaften und Ökosysteme: Das Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens ist das größte zusammenhängende Korallenriff der Erde. Als solches wurde es 1981 in die Welterbe-Liste aufgenommen und ist sogar zu einem der Weltwunder der Natur erklärt worden. Mit über 400 Korallen- und 1.500 Fischarten ist das Riff unvergleichlich artenreich. Korallenriffe gelten als die „Regenwälder der Meere“, die Küsten vor Überschwemmungen schützen und Meeresleben in Hülle und Fülle beherbergen. Da die Ökosysteme äußerst empfindlich sind, ist die UNESCO besonders um den Schutz dieses einzigartigen Riffs bemüht.

Das Great Barrier Reef in Australien wurde durch seine Vielfalt an Korallen und Fischen zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Natur- und Kulturwunder vor der eigenen Haustür – UNESCO-Welterbestätten Deutschland

Wer die landschaftliche Schönheit und kulturelle Vielfalt der Welt kennenlernen möchte, muss keine weiten Reisen unternehmen. In Deutschland, sozusagen direkt vor der eigenen Haustür, warten ganze 46 UNESCO-Welterbestätten darauf, erkundet zu werden. Darunter sind architektonische und künstlerische Meisterwerke, Zeugnisse technologischer Entwicklungen sowie vielfältige Natur- und Kulturlandschaften.

So wurde beispielsweise die malerische Klosterinsel Reichenau im Bodensee im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erklärt, da sie ein bedeutsames Zeugnis der religiösen und kulturellen Rolle eines Benediktinerklosters im Mittelalter darstellt. Für kulturell Interessierte sind die drei Kirchen der Insel St. Maria und Markus, St. Georg sowie St. Peter und Paul definitiv einen Besuch wert. Auch im Harz finden sich wichtige Zeugen der deutschen Geschichte, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Das Bergwerk Rammelsberg und die Oberharzer Wasserwirtschaft erzählen von frühester Industriegeschichte, während die historische Altstadt von Goslar mit über 1.500 Fachwerkhäusern unterschiedliche Epochen widerspiegelt. Auch die Altstädte von Stralsund und Wismar in Mecklenburg-Vorpommern sollten auf der Bucket List von Geschichtsbegeisterten auf keinen Fall fehlen. Die beiden im 13. Jahrhundert gegründeten Städte sind in ihrer Grundstruktur noch heute fast unverändert. Die Baudenkmäler bewahren das einzigartige Erbe der Hanse, ihre architektonische Qualität zeugt von der Wichtigkeit von Wismar und Stralsund im Mittelalter.

Auch mit Naturwundern ist Deutschland reichlich gesegnet. So bietet unter anderem die Nordsee viel mehr als Strand- und Badevergnügen: Im Wattenmeer, dessen deutscher Teil 2009 zum Weltnaturerbe ernannt wurde, sind mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten beheimatet, mehr als 10 Millionen Zugvögel durchqueren jedes Jahr das Gebiet. Das Wattenmeer ist die größte zusammenhängende Schlick- und Sandwattfläche weltweit – und das mitten in Deutschland. Auch die alten Buchenwaldbestände Deutschlands gehören zum UNESCO-Welterbe. Völlig zu Recht, schließlich wären ohne den Einfluss des Menschen heute vermutlich zwei Drittel Deutschlands mit Buchenwäldern bedeckt. Die bislang 15 geschützten grenzübergreifenden Waldgebiete in Deutschland, der Slowakei und der Ukraine sind ein einmaliges Beispiel für das ursprüngliche, komplexe Ökosystem eines Buchenwaldes. Diese Gebiete sind unbedingt schützenswert, denn auch zukünftig möchten Menschen der Hektik des Alltags entfliehen und bei einem Urlaub in Deutschland in der Ruhe des Waldes einen Moment lang der Natur ganz nah sein.

Autorin: Kim Vattersen

Letzte Aktualisierung: 15. Juli 2021