Die Liparischen Inseln sind ein wahrer Reisetraum! Die „sieben Schönen“, wie sie von den Italienern liebevoll genannt werden, liegen vor der Küste Siziliens und sind bislang vom Massentourismus verschont geblieben. Ruhe und Ursprünglichkeit sind daher ihre großen Stärken. Hier lässt sich die authentische italienische Lebensweise noch in all ihrer Schönheit erleben. Dabei bieten die sieben Inseln eine attraktive Vielfalt, die sich beim Inselhüpfen perfekt entdecken lässt. Kein Wunder, dass die Liparischen Inseln immer mehr Reisende verzücken!

Lipari – Flanieren und Entspannen

Für viele Urlauber ist das Schönste auf der Hauptinsel Lipari die Flaniermeile Coso Via Vittorio Emanuele an der Marina. Am Abend ist die Straße sogar für den Autoverkehr gesperrt, damit Einheimische und Touristen ungestört schlendern können. Ein bisschen bummeln, ein bisschen shoppen, ein Glas Rotwein oder ein Gelato genießen – hier wird „la dolce vita“ mit allen Sinnen gelebt. Typisch italienisch lässt sich der Rest der Insel mit dem Motorroller erkunden: Entlang der Küste geht es bis zum Belvedere Quattrocchi. Hier offenbart sich der beste Blick auf die malerischen Buchten und die idyllischen Strände von Lipari.

Nicht entgehen lassen dürfen sich Urlauber auf der idyllischen Insel die Altstadt von Lipari. Einen Besuch wert ist hier allen voran die Kathedrale San Bartolomeo oder die auf einem Hügel thronende Burganlage aus dem 16. Jahrhundert. Die kleinen Gässchen Liparis verströmen beinahe nostalgisches Flair, dem man sich kaum entziehen kann. Bei einem Spaziergang durch das charmante Lipari lässt sich die entschleunigte Inselatmosphäre mit allen Sinnen aufnehmen. Doch nicht nur die Augen dürfen genießen, sondern auch der Gaumen: Restaurants und Cafés erwarten Gäste auf der Straße Corso Vittorio Emanuele. Eine Sehenswürdigkeit abseits der vielen Naturschätze ist das Archäologische Museum der Insel, das sich zu einem der bedeutendsten in ganz Italien zählen darf. Spuren, die die Griechen, Römer und viele weitere Eroberer auf den Inseln hinterlassen haben, erfreuen sich hier staunenden Augen. Die hier ausgestellten Jahrhunderte alte Funde aus alten Schiffswracks und Artefakte aus der Bronzezeit ziehen Besucher seit jeher an.

Bekannt ist Lipari nicht nur für seine malerischen Örtchen, sondern auch für die vielen malerischen Buchten, einsame Strände und das kristallklare Wasser.

Boote bei Marina Corta in Lipari Stadt auf den Liparischen Inseln.
Der Hafen in Lipari-Stadt auf den Liparischen Inseln.

Stromboli – Wo es auf den Liparischen Inseln brodelt

Der Stromboli, dem die Insel ihren Namen verdankt, ist der einzige ständig aktive Vulkan in ganz Europa. Die Chancen stehen gut, seine Naturkräfte zu erleben. Dann erschüttert ein Zittern die gesamte Insel oder ein Grollen erfüllt die Gegend. An der Feuerflanke Sciara del Fuoco im Nordosten Strombolis sorgen mit etwas Glück Lavafontänen und glühendes Gestein, das ins Meer rollt, für ein imposantes Schauspiel. Am schönsten ist es, den Vulkan in der Nacht zu besuchen und das Glühen der Lava im Dunkeln zu beobachten.

Aus Sicherheitsgründen darf der Stromboli nur noch bis zu einer Höhe von 400 Metern alleine bestiegen werden. Nur mit einem ortskundigen Bergführer ist es möglich, den einzigen dauerhaft aktiven Vulkan bis hin zum Krater zu bezwingen. Am Nachmittag startet die Tour und erreicht den Gipfel erst bei Sonnenuntergang. So eröffnet sich Besuchern das Bild der leuchtend brodelnden Lava in beinahe magischer Atmosphäre. Diejenigen, denen der Aufstieg über die  ansteigenden Wege zu anstrengend ist, können sich alternativ für einen Rundweg um die Insel entscheiden. Dieser darf alleine beschritten werden und erlaubt eine Höhe von 400 Metern an den Krater heran. Steile Pfade, Lavafelder und Feuer speiende Krater – dieses Erlebnis bleibt unvergesslich!

Der Vulkan Stromboli auf der Insel Stromboli.

Salina – Grüne Oase der Liparen

Salina allein ist grüner als alle anderen Liparen-Inseln zusammen. Die Vegetation der Insel ist in ihrer Vielseitigkeit immer wieder überraschend. Die fruchtbare Landschaft bringt viele leckere Köstlichkeiten hervor, darunter Oliven und Kapern. Aber auch der Wein der Insel ist erwähnenswert. Beliebt und bekannt ist vor allem der Malvasia-Wein, der hier angebaut und allerorts verkostet werden kann. Die Insel empfiehlt sich daher besonders Gourmets, die idealerweise gerne wandern. Denn die Landschaft Salinas mit ihrer interessanten Flora und Fauna will erkundet werden!

Die grüne Perle, wie Salina liebevoll genannt wird, ist Heimat von knapp 2.200 Menschen. Auf dieser zweitgrößten Insel des Archipels gibt es sogar Straßen, was es Touristen möglich macht, schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen. Malfa oder Santa Marina, der Hauptort der Insel, bieten eine Reihe von charmanten Hotels und Apartments. Doch entspannen lässt es sich an diesem Ort immer noch am besten in der Natur außerhalb des Hotelgeländes: Die Strände gleichen einer Einladung zum Seele Baumeln. Besonders den malerische Ort Pollara dürfen Urlauber keinesfalls auslassen. Beim Schlendern durch die leeren Gassen kommt einem das einmalige Inselflair regelreicht entgegengesprungen.

Blick auf die grüne Insel Salina.

Vulcano – Schlammbäder für Haut und Haar

Schon die alten Römer und Griechen wussten die Heilkraft der mineralhaltigen Schlammbäder der Insel Vulcano zu schätzen. Denn sie sind nicht nur wohltuend für Geist und Seele, sondern wirken auch unterstützend bei der Heilung verschiedener Krankheiten. Die Insel ist auch für Botaniker und Wissenschaftler interessant: Sie können hier sehr gut beobachten, wie die Pflanzen- und Tierwelt sich nach einem Vulkanausbruch entwickelt.

Die drittgrößte Insel des Archipels ist die wohl Aufsehen erregendste: Der Anblick von Rauchschwaden und Gaswolken, die aus Spalten in den Felsen treten, gehört hier zum Alltag, wird für Touristen allerdings schnell zum Highlight. Abenteurer wagen gerne eine Wanderung zum Rand des Kraters Gran Cratere, die einen einzigartigen Ausblick über den gesamten Archipel bietet. Auch den schwelenden Vulkan sieht man von hier aus bestens.

Touristen und Einheimische lieben darüber hinaus die Vulcano Terme I Fanghi. Dieses riesige Schlammloch, das Schwefelduft versprüht, bietet die perfekten Voraussetzungen für ein gesundes Bad. Durch die Mineralien, die im Schlammbad erhalten sind, wirkt sich ein Bad positiv auf die (Haut-)Gesundheit aus. Mit nur 3€ Eintritt können Besucher etwas Gutes für Körper und Seele tun. Ein Tipp: Alte Badekleidung mitnehmen, da der Schlamm leicht abfärbt!

Boote am Strand der Insel Volcano.

Alicudi, Filicudi & Salina – Entschleunigung auf den Liparischen Inseln

Klein, wenig besiedelt und in vielen Dingen noch fernab der Zivilisation – so lassen sich die drei weniger bekannten Liparischen Inseln Alicudi, Filicudi und Salina treffend beschreiben. Das Leben hier folgt einem ganz eigenen Trott: Die Menschen leben vom Anbau von Feigen, Mandeln und Wein sowie vom Fischfang. Nicht immer gibt es Straßen, oft transportieren Maulesel die Erzeugnisse quer über die Insel. Was den einen zu einfach ist, ist für andere der perfekte Ort zur Entschleunigung. Unser Tipp: Einfach mal das Smartphone für ein paar Tage ausschalten und sich auf das Tempo der Inseln einlassen. Lovely Liparen, der Reisetraum für Naturliebhaber!

Letzte Aktualisierung: 29. April 2020

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