Die Liparischen Inseln sind ein wahrer Reisetraum! Die „sieben Schönen“, wie sie von den Italienern liebevoll genannt werden, liegen vor der Küste Siziliens und sind bislang vom Massentourismus verschont geblieben. Ruhe und Ursprünglichkeit sind daher ihre großen Stärken. Hier lässt sich die authentische italienische Lebensweise noch in all ihrer Schönheit erleben. Dabei bieten die sieben Inseln eine attraktive Vielfalt, die sich beim Inselhüpfen perfekt entdecken lässt. Kein Wunder, dass die Liparischen Inseln immer mehr Reisende verzücken!

Lipari – Flanieren und Entspannen

Für viele Urlauber ist das Schönste auf der Hauptinsel Lipari die Flaniermeile Coso Via Vittorio Emanuele an der Marina. Am Abend ist die Straße sogar für den Autoverkehr gesperrt, damit Einheimische und Touristen ungestört schlendern können. Ein bisschen bummeln, ein bisschen shoppen, ein Glas Rotwein oder ein Gelato genießen – hier wird „la dolce vita“ mit allen Sinnen gelebt. Typisch italienisch lässt sich der Rest der Insel mit dem Motorroller erkunden: Entlang der Küste geht es bis zum Belvedere Quattrocchi. Hier offenbart sich der beste Blick auf die malerischen Buchten und die idyllischen Strände von Lipari.

Boote bei Marina Corta in Lipari Stadt auf den Liparischen Inseln.
Der Hafen in Lipari-Stadt auf den Liparischen Inseln.

Stromboli – Wo es auf den Liparischen Inseln brodelt

Der Stromboli, dem die Insel ihren Namen verdankt, ist der einzige ständig aktive Vulkan in ganz Europa. Die Chancen stehen gut, seine Naturkräfte zu erleben. Dann erschüttert ein Zittern die gesamte Insel oder ein Grollen erfüllt die Gegend. An der Feuerflanke Sciara del Fuoco im Nordosten Strombolis sorgen mit etwas Glück Lavafontänen und glühendes Gestein, das ins Meer rollt, für ein imposantes Schauspiel. Am schönsten ist es, den Vulkan in der Nacht zu besuchen und das Glühen der Lava im Dunkeln zu beobachten.

Der Vulkan Stromboli auf der Insel Stromboli.

Salina – Grüne Oase der Liparen

Salina allein ist grüner als alle anderen Liparen-Inseln zusammen. Die Vegetation der Insel ist in ihrer Vielseitigkeit immer wieder überraschend. Die fruchtbare Landschaft bringt viele leckere Köstlichkeiten hervor, darunter Oliven und Kapern. Aber auch der Wein der Insel ist erwähnenswert. Beliebt und bekannt ist vor allem der Malvasia-Wein, der hier angebaut und allerorts verkostet werden kann. Die Insel empfiehlt sich daher besonders Gourmets, die idealerweise gerne wandern. Denn die Landschaft Salinas mit ihrer interessanten Flora und Fauna will erkundet werden!

Blick auf die grüne Insel Salina.

Vulcano – Schlammbäder für Haut und Haar

Schon die alten Römer und Griechen wussten die Heilkraft der mineralhaltigen Schlammbäder der Insel Vulcano zu schätzen. Denn sie sind nicht nur wohltuend für Geist und Seele, sondern wirken auch unterstützend bei der Heilung verschiedener Krankheiten. Die Insel ist auch für Botaniker und Wissenschaftler interessant: Sie können hier sehr gut beobachten, wie die Pflanzen- und Tierwelt sich nach einem Vulkanausbruch entwickelt.

Boote am Strand der Insel Volcano.

Alicudi, Filicudi & Salina – Entschleunigung auf den Liparischen Inseln

Klein, wenig besiedelt und in vielen Dingen noch fernab der Zivilisation – so lassen sich die drei weniger bekannten Liparischen Inseln Alicudi, Filicudi und Salina treffend beschreiben. Das Leben hier folgt einem ganz eigenen Trott: Die Menschen leben vom Anbau von Feigen, Mandeln und Wein sowie vom Fischfang. Nicht immer gibt es Straßen, oft transportieren Maulesel die Erzeugnisse quer über die Insel. Was den einen zu einfach ist, ist für andere der perfekte Ort zur Entschleunigung. Unser Tipp: Einfach mal das Smartphone für ein paar Tage ausschalten und sich auf das Tempo der Inseln einlassen. Lovely Liparen, der Reisetraum für Naturliebhaber!

Letzte Aktualisierung: 29. April 2020